Werden Sie zum Fachmann!
Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen
ober- und untergärigem Bier?
Obergärige Biere
werden mit obergäriger Hefe hergestellt. Die Hefe setzt sich in einer Schicht auf der Oberfläche ab. Der Gärprozess erfolgt bei 15 bis 20 Grad Celsius. Bekannteste Vertreter sind Weißbier, Kölsch oder Alt.
Untergärige Biere
werden mit untergäriger Hefe hergestellt. Die Hefezellen setzen sich also nach dem Gärprozess auf den Boden ab. Der Gärprozess erfolgt bei 4 bis 9 Grad Celsius. Deshalb gibt es Biere dieser Brauart erst seit Erfindung der Kältemaschine ganzjährig. Helles Bier, Pils und Märzen gehören zur Gruppe der untergärigen Biere.
Alkoholfreie Biere
besitzen häufig eine geringe Menge Restalkohol (unter 0,5%). Erst seit 2006 kann man Biere mit 0,0% Alkoholanteil herstellen. Entstehen durch gestoppte Gärung oder Endalkoholisierung.
Leichte Biere
können sowohl obergärige als auch untergärige Biere sein. Entstehen meist durch gestoppte Gärung. Alkoholgehalt zumeist 2,5 bis 3,5%.
Rauchbier
kann sowohl obergärig als auch untergärig hergestellt werden. Das Malz wird dabei unter Holzfeuer getrocknet, dadurch entsteht das typische Raucharoma.
Biermischgetränke
sind Biere, welche mit anderen Getränken gemischt werden. Zumeist handelt es sich hierbei um einen Bieranteil von mindestens 50%. Das prominenteste Biermischgetränke ist Radler.
Pils
untergäriges Lagerbier mit erhöhtem Hopfenanteil. Stammwürzgehalt maximal 12,5%.
Kellerbier oder Zwicklbier
meist untergäriges Bier. Es ist ein ungefiltertes, naturtrübes Bier in dem die Schweb- und Trübstoffe noch enthalten sind.
Helles
untergäriges Bier mit einer Stammwürze von 11 bis 13%. Der Alkoholgehalt beträgt in etwa 4,5 bis max. 6%, zumeist aber um die 5% Alkohol.
Export
untergäriges Vollbier mit einer Stammwürze von 12 bis 14%. Der Alkoholgehalt liegt meist über 5%. Das Bier kann Hell oder Dunkel sein. Dadurch dass man früher bei weiteren Transportwegen den Stammwürz- bzw. Alkoholgehalt für eine längere Haltbarkeit etwas erhöht hat, entstand der Name „Export“.
Lager
ist ein untergäriges Vollbier mit einem Stammwürzgehalt von 11 bis 14% bzw. einem Alkoholgehalt von 4,6 bis 5,6%. Im Gegensatz zu Pils weniger gehopft.
Kölsch
obergäriges Vollbier mit einer Stammwürze von 11,3 % und einem Alkoholgehalt von etwa 4,8%.
Schwarzbier
meist ein untergäriges, dunkles Vollbier. Stammwürze mindestens 11% und einem Alkoholgehalt von etwa 4,7 bis 5%. Die dunkle Farbe entsteht durch dunkles Braumalz oder geröstetem Malz.
Wasser ist nicht gleich Wasser!
Mineralwasser
Entstammt einem unterirdischen Wasservorkommen, vor Verunreinigungen geschützt
Ist ursprünglich rein
Besitzt ernährungsphysiologische Wirkungen
Enthält von Natur aus lebenswichtige Mineralien und Spurenelemente
Wird am Quellort abgefüllt
Muss amtlich anerkannt sein
Sprudel = hoher Kohlensäuregehalt (7 – 7,5 g/Ltr.)
Medium = mittlerer Kohlensäuregehalt (3 – 5 g/Ltr.)
Stilles Wasser = kohlensäurefreies Wasser (0 – 1 g/Ltr.)
Heilwasser
Entstammt einem unterirdischen Wasservorkommen, vor Verunreinigungen geschütz
Ist ursprünglich rein
Enthält von Natur aus lebenswichtige Mineralien und Spurenelemente
Besitzt vorbeugende, lindernde und heilende Wirkung
Seine Wirksamkeit ist wissenschaftlich nachgewiesen
Muss amtlich zugelassen sein
Quellwasser
Entstammt einem unterirdischen Wasservorkommen
Muss keine ernährungsphysiologischen Wirkungen nachweisen
Wird am Quellort abgefüllt
Bedarf keiner amtlichen Anerkennung
Tafelwasser
Besteht aus Leitungswasser, Meerwasser und Sole
Darf mit zugelassenen Zusatzstoffen abgefüllt werden
Muss keine ernährungsphysiologischen Wirkungen nachweisen
Darf überall abgefüllt werden
Bedarf keiner amtlichen Anerkennung
Hier geht’s zum Mineralienrechner,
bereitgestellt von Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG.
Mineralwasser und darin enthaltene Mineralstoffe:
Mineralstofftabelle
Erfrischungsgetränke
Limonaden
sind alkoholfreie Erfrischungsgetränke aus Trinkwasser, Mineralwasser oder Quell- bzw. Tafelwasser. Limonaden werden mit Aromaextrakten, und oder natürlichen Aromen sowie teilweise Citronensäure versetzt. Der Zuckeranteil liegt meist bei mindestens 7%. Sehr häufig ist Kohlensäure zugesetzt.
Fruchtschorlen
werden zumeist aus Tafel-, Quell- oder Mineralwasser und Fruchtsaft hergestellt. Haben einen Fruchtgehalt von mindestens 50%.
Fruchtsaftgetränke
Der Fruchtgehalt beträgt 6 bis 30%. Dazu kommt Wasser, natürliches Aroma, evtl. Zucker und Genusssäure.
Brausen
sind kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke. Im Gegensatz zu Limonaden, Fruchtschorlen und Fruchtsaftgetränken können diese auch künstliche oder naturidentische Farb- und Aromastoffe enthalten.
Säfte
Fruchtsaft
muss einen Fruchtsaftgehalt von 100% haben.
Fruchtnektar
Fruchtgehalt nur 25 bis 50%. Der Fruchtgehalt ist auf dem Etikett angegeben.
Fruchtsaftgetränk
hat einen Fruchtgehalt von 6 bis 30%. Hinzu kommen Wasser, natürliche Aromen, eventuell Zucker und Genusssäuren.
Fruchtschorle
hat einen Fruchtgehalt von mindestens 50%.
Direktsaft oder Fruchtsaft aus Konzentrat
Beides besteht zu 100% aus Fruchtsaft. Der einzige Unterschied ist, dass den Säften aus Konzentrat nach der Pressung Wasser entzogen wird, um die Lagerkosten zu reduzieren. Bei der Abfüllung werden dem Saft wieder Wasser und eventuell verlorengegangene Vitamine zugeführt.
Direktsaft hingegen wird so, wie er aus der Frucht kommt, in die Flasche gefüllt. Deshalb ist er etwas teurer.

